Du bist hier: Homepage von Dietrich Schäckermann ⇒ Erörterung ⇒ dialektische Erörterung
Home Mail Diese Seite drucken

Dialektische oder auch zweisträngige Erörterung

Diese Form der Erörterung kann man mit der Diskussion vergleichen. Allerdings gelten besondere Bedingungen.

1.     Man diskutiert schriftlich mit sich selbst!

2.     Es ist ein genau festgelegter Aufbau einzuhalten.

Dieser Aufbau sieht so aus:

1.     Einleitung

1.1. Interessengruppen

1.1.1.  Wer ist an diesem Thema interessiert? Sollte im Thema ein "du" oder "ich" stehen, ist       u.a. der Schreiber Interessent.

1.1.2.  Warum interessiert dieses Thema?

1.2. Erläuterung der wichtigsten Begriffe des Themas (mit Hilfe von Umschreibung mit anderen Wörtern; Abgrenzung von anderen Begriffen; Eingrenzung durch Negativformulierungen)

1.3. Präzisierung des Themas: Eingrenzung oder Ausweitung

2.     Hauptteil

2.1. Pro

2.1.1.  Argument 1

2.1.2.  Argument 2

2.1.3.  usw.

2.2. Kontra

2.2.1.  Gegenargument 1

2.2.2.  Gegenargument 2

2.2.3.  usw.

3.     Schluss

3.1. Zusammenfassung der Argumente

3.2. Schlussfolgerung und persönliche Entscheidung

3.3. Ausblick

Du siehst, im Hauptteil werden die Argumente gebündelt nach Pro und Kontra. Für diese beiden Begriffe kann man natürlich auch andere einsetzen. Hier eine Liste mögliche Begriffspaare, die immer wieder bei Themen für dialektische Erörterungen Verwendung finden:

 

Pro

-

Kontra

Vorteil

-

Nachteil

Sinn

-

Unsinn

dafür

-

dagegen

Man kann wahrscheinlich auch noch andere Wortpaare in speziellen Themenformulierungen finden, aber das Prinzip, nach dem der Hauptteil gegliedert wird, ist wohl jetzt klar geworden.

Tipp: Da es einem meistens leichter fällt, für die eigene Position (für oder gegen eine Sache zu sein) zu argumentieren, solltest du in deiner Arbeit mit der Position beginnen, der du nicht gut zustimmen kannst. Am Anfang der Arbeit bist du noch frisch und hast Kraft, gegen dich selbst zu argumentieren.

 

Nun zu unserem Beispiel, zu dem wir in der Stoffsammlung Material gesammelt hatten. Ich formuliere das Thema für eine dialektische Erörterung:

„Sinn und Unsinn des Schminkens“

Nun wird die Stoffanordnung/Gliederung mit Stichwörtern gefüllt:

 

allgemeine Gliederung

Beispiel „Schminken

1.                 Einleitung

1.                   Einleitung

1.1.          Interessengruppen

1.1.           Interessengruppen

1.1.1.   Wer ist an diesem Thema interessiert? Sollte im Thema ein "du" oder "ich" stehen, ist u.a. der Schreiber Interessent.

1.1.1.     Jugendliche und Erwachsene, Eltern

1.1.2.   Warum interessiert dieses Thema?

1.1.2.     Häufig Streitpunkt zwischen Kindern und Eltern

1.2.          Erläuterung der wichtigsten Begriffe des Themas (mit Hilfe von Umschreibung mit anderen Wörtern; Abgrenzung von anderen Begriffen; Eingrenzung durch Negativformulierungen)

1.2.           Schminken: Abgrenzung zu Schmuck, Kleidung, Haartracht

1.3.          Präzisierung des Themas: Eingrenzung oder Ausweitung

1.3.           Eingrenzung auf Schminken ohne berufliche Gründe (freiwilliges Schminken)

2.                 Hauptteil

2.                Hauptteil

2.1.1.   Pro

2.1.           Pro

2.1.2.   Argument 1

2.1.1.     Schm. gibt Selbstsicherheit und Selbstbewusstsein

2.1.3.   Argument 2

2.1.2.     Schm. gab und gibt es, wie Schmuck und „Mode“, in allen Kulturen

2.1.4.   usw.

2.1.3.     Passendes Schm. gehört in unserer Gesellschaft zum gepflegten „Outfit“.

2.2.          Kontra

2.2.           Kontra

2.2.1.   Gegenargument 1

2.2.1.     Schm. verdeckt die eigentliche Person

2.2.2.   Gegenargument 2

2.2.2.     In einer aufgeklärten modernen Gesellschaft sollten derartige Sitten und Bräuche nicht Zwang sein.

2.2.3.   usw.

2.2.3.     Schm. birgt viel Gefahren für einen persönlich (Allergien, Gifte) und die Umwelt (Tierversuche, Gifte).

3.                Schluss

3.                Schluss

3.1.          Zusammenfassung der Argumente

3.1.          Argumente halten sich in etwa die Waage

3.2.         Schlussfolgerung und persönliche Entscheidung

3.2.           passendes Schm. je nach Anlass

3.3.         Ausblick

3.3.          Wird immer ein Bestandteil des „Outfits“ sein.


Impressum/Disclaimer   Diese Seite wurde bisher mal besucht.